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Schnuckeneinsatz am Trelder Berg

Statt Rasenmäher und Freischneider


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(de) Buchholz. Diese Idylle am Trelder Berg trügt nicht, ein gutes Dutzend Heidschnucken und eine Handvoll Ziegen grasen in der Morgensonne. Gleich nebenan summt und brummt eine Biogasanlage, deren Silagebehälter im Sonnenlicht funkeln und einen süßlichen Geruch verbreiten. Die Tiere des Handeloher Schäfers Ekkehard von Hörsten erledigen seit Wochen, was sonst Aufgabe der Mitarbeiter des Buchholzer Baubetriebshofes ist - sie kümmern sich um den Grünschnitt.



Schon länger trieb Sacha Baustian die Idee um, die Wirtschaftlichkeit des Betriebshofes mit ökologischen Maßnahmen zu verbessern. Zum Beispiel Grünlandbeweidung durch Tiere statt der Mahd mit Maschinen. Als der Leiter des Buchholzer Baubetriebshofes den Schäfer bei einem zufälligen Treffen im Büsenbachtal darauf ansprach, war dieser gleich überzeugt. „Herr von Hörsten suchte wegen der Wölfe eingezäunte Flächen für seine Tiere“, berichtet Baustian. Mit den Regenrückhaltebecken am Trelder Berg, deren Einfriedungen mit  gut zwei Metern Höhe wolfsicher sind, hatte er das ideale Angebot. Und so wurde man sich schnell einig „Wir haben hier eine echte Win-Win-Situation“, freut sich Baustian, „Wir tun etwas für den Klimaschutz, sind wetterunabhängig, tragen zum Erhalt von regionaltypischen Schafherden bei - und sparen auch noch Geld.“


„Die Stadt hat richtig viel davon“, sagt auch von Hörsten. Gleichwohl sieht er auch seine Vorteile. „Die Becken sind für meine Schnucken optimal.“ Zudem müsse er keinen Elektrozaun aufstellen und diesen täglich kontrollieren. Genug Arbeit mit seiner rund 250köpfigen Herde hat von Hörsten trotzdem. Rund sechs Stunden kümmert er sich Tag für Tag um seine Tiere, die - zur Freude vieler (Nah-)Erholungssuchenden - unter dem Jahr im Büsenbachtal und am Brunsberg unterwegs sind. „Ich habe halt diesen Spleen, obwohl es sich wirtschaftlich betrachtet nicht lohnt.“



In Spitzenzeiten grasten bis zu 200 von von Hörstens Schnucken am Trelder Berg. Inzwischen ist die Herde hier allerdings auf gut 30 Nutztiere geschrumpft. Noch rund zwei Wochen, bis zum Ende der Wachstumsperiode, werden sie das Grün im rund drei Hektar großen Areal schön kurz halten. Dann geht es zurück in den Stall. „Normalerweis mähen wir unsere Regenrückhaltebecken zweimal im Jahr“, erläutert Baustian. Am Trelder Berg sollen das ab dem kommenden Frühjahr wieder die Heidschnucken und Ziegen von Ekkehard von Hörsten übernehmen, ganz nachhaltig, ganz ökologisch - und ganz idyllisch.






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